Sonderfunktionen

Tochterboot absetzen UND
 wiederaufnehmen
Heckklappenfunktion
drehbares Radar
3 x Suchscheinwerfer
Positionsbeleuchtung
Decks- & Arbeitsbeleuchtung
Nebelhorn / Soundmodul
Tochterboot ebenfalls beleuchtet
Nebelhorn im Tochterboot

weitere Modifikationen:

dynamische Wasserkühlung
3 separate Regler, daher alle 3 Maschinen getrennt steuerbar
3-Blatt Messingpropeller
usw.
THEODOR HEUSS
Baubericht

Nachbau des ersten 23 m-Kreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
im Maßstab 1:20

Ein kleiner Um-Baubericht zum Fertigmodell der Graupner PREMIUM Line
Der Rumpf

Zuerst wurden alle 3 Wellen entfernt und durch Raboesch Edelstahlwellen M4 mit Gewinde ersetzt. Hierzu wurden die vorhandenen Wellen als Muster für die neuen Wellen verwendet und diese dann entsprechend angepasst.

Die mittels separater Schraube befestigten Propeller (allesamt rechtsdrehend!) wurden durch Raboesch Messingpropeller ersetzt, davon 1x linksdrehend  an Backbord sowie rechtsdrehend an Steuerbord mit 35 mm Durchmesser. Der Mittelpropeller ist ebenfalls rechtsdrehend, allerdings mit
45 mm größer ausgeführt.
Die flexiblen Wellenkupplungen habe ich gegen Graupner Gelenkkupplungen mit Ausgleichselement ausgetauscht.
Die vorhandenen Stevenrohre bleiben eingebaut, sind aber alle mit Lagerböcken inkl.
Schmiernippeln versehen worden.

Danach habe ich die 3 Antriebsmotoren der SPEED 600 Serie ausgebaut, jeweils einen G2-Stecker verlötet sowie den Backbordmotor verdrahtungstechnisch auf linksdrehend geändert. Nach diesem Arbeitsschritt wurden die Motoren mit korrigierten Befestigungen wieder montiert. Eine
Wasserkühlung kann ebenfalls optional nachgerüstet werden. Diese ist aber bei der 7,2 V-Variante
der THEODOR HEUSS nicht zwangsläufig notwendig.
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Zwischendurch ging es dann erst einmal an das Deck. Teilweise wurden die Reelingszüge neu
verklebt und mittels Kieferbrettchen unter Deck mit Bohrungen 1,6 mm verstärkt und neu verklebt.
Die Reelingstützen waren nur durch den GFK-Rumpf gebohrt und fixiert und dadurch zum Teil sehr locker und wackelig.
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Danach habe ich das Ruderservo montiert,  das Rudergestänge gekürzt, die Kröpfung entfernt und einen Gestängeanschluß Metall mit Muttern und Schraubensicherungslack verwendet.
Das Windenservo für den Hecklappenwinsch musste ebenfalls noch montiert werden, da dieses
nicht mehr im Werk geschieht und das Windenservo der THEODOR HEUSS nur noch lose verpackt beigelegt wird. Das ist aber unwesentlich, da die Bowdenzüge nach dem Transport meistens
sowieso neu justiert werden müssen.
Als Fahrakkus werden zwei parallel geschaltete GM Power Packs mit jeweils 3600 mAh eingesetzt, wodurch eine Gesamtkapazität von 7,2 Ah erreicht wird. Dieses entspricht  ungefähr der Kapazität eines Standard-Bleiakkus mit 7,0 Ah. Die Stromversorgung zu den Reglern wurde mittels G2-System hergestellt. Einen separaten Anschluss für eine zusätzliche 7,2V-Versorgung habe ich ebenfalls  herausgeführt, um eine Versorgungsmöglichkeit für geschaltete Sonderfunktionen zur Verfügung zu haben.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde mittels eingeschalteten Senders die Winde mit der Hecklappenmechanik nochmals genau nachjustiert sowie die Ruderanlage gemittelt.
Als Multifunktionsmodul für Sonderfunktionen habe ich das neue Graupner SXM-Modul im Rumpf befestigt und am Empfänger angeschlossen. Dieses Modul erlaubt es Ihnen,  vier Memory- oder Tastfunktionen auf einen Kanal (vorzugsweise mit Steuerknüppel) zu legen und verfügt an zwei Ausgängen sogar optional über eine Blinkfunktion in zwei verschiedenen Frequenzen. Das Modul
wird einfach über steckbare Jumper konfiguriert.
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Am ursprünglich verwendeten Sender Graupner X-412 ist eine Mischerfunktion für die
Antriebsmotoren realisiert worden. Somit ist sogar in gewisser Weise das Drehen „auf dem Teller“ möglich. Hierfür habe ich die Steuerbord- und die Mittelmaschine auf einem Kanal sowie die Backbordmaschine auf den zweiten Mischerkanal gelegt. Wird jetzt der Steuerknüppel nach Vorne oder Hinten bewegt, laufen alle 3 Maschinen synchron und das Modell läuft voraus oder bewegt sich rückwärts. Bewegt man selbigen Knüppel nach links oder rechts, laufen die rechtsdrehenden
Motoren und die linksdrehende Maschine je nach Knüppelausschlag und Richtung entgegengesetzt. Das Modell dreht! Aufgrund des zwangsläufigen Verhältnisses von 2:1 bei 3 vorhandenen
Maschinen geschieht dies logischerweise nicht gleichmäßig: es ist daher auch kein „echtes“ Drehen auf der Stelle möglich, sehr wohl aber ein sehr kleiner Wendekreis!
Die gesamte Kabelage wurde aufgeräumt und mit robbe Spiralschlauch versehen.
Das BEC am zweiten (und dritten) Regler habe ich deaktiviert sowie die Empfängerantenne im
Rumpf  oberhalb der Wasserlinie  verlegt und mit Gewebeband befestigt.


Das Deck und der Aufbau sowie weitere Ausgestaltung und Beleuchtung

Zur Beleuchtung des Mastes musste ein Weg für die Kabelzuleitungen gefunden werden. Nach längerem Hin und Her habe ich den Mast von der Topplaterne bis zum Schornstein vorsichtig aufgefräst, und über einen Umweg auf der Vorderseite in den Schornstein Durchbrüche
vorgenommen. Jetzt konnten die Zuleitungen bis ins Deckshaus verlegt werden!
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Aus Gummiprofil haben wir vier Schlauchfender mit Befestigungstauen hergestellt und an Steuer-
und Backbord befestigt.

Aus Segeltuch wurde anhand von Originalfotos und den abgenommenen Maßen an den betroffenen Abschnitten der Reeling für beide Seiten eine Reelingspersenning angefertigt, in Orange per Airbrush lackiert und schließlich mit weißem Zwirn vernäht.
Zwei Rettungskragen in 1:20 wurden zur Abrundung des Erscheinungsbildes  im oberen Aufbau
sowie im Achterbereich befestigt.
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Für die geteilte Positionslaterne habe ich zwei Miniaturlämpchen von Graupner verwendet, welche
nur einen Durchmesser von 1,3 mm (!) haben. Außerdem zieht jedes einzelne dieser Lämpchen nur
15 mA, was natürlich dem Akku zu Gute kommt. Die Lämpchen wurden rot und grün lackiert und
dann zusammen mit einem zugeschnittenen Stück Neusilberblech in den Leuchtenkörper
eingesetzt.
Zuvor habe ich diesen noch vorsichtig etwas weiter aufgebohrt. Das Resultat kann sich schon sehen lassen, allerdings werde ich anstatt wie beim Prototypen geschehen beim nächsten Modell lieber echten Tauchlack verwenden und diesen vor der Endmontage länger aushärten lassen, da das Steuerbordlämpchen beim Prototypen doch noch etwas blass geworden ist und ich auch einen Lackabplatzer beim Einsetzten des Lämpchens von außen mit feinem Pinsel kaschieren musste!

Den Mast habe ich dann vorsichtig lackiert und eine Bohrung durch den Mastfuss in den Rumpf vorgenommen. So sind keine Zuleitungen an Deck zu sehen. Als Schaltmodul habe ich einen SXH-Baustein von Graupner im Rumpf verlötet und befestigt. Somit ist die Positionsbeleuchtung der
TEDJE ebenfalls ferngesteuert schaltbar.

Das Endergebnis kann sich glaube ich sehen lassen! Einziger Kompromiss: Den Mast habe ich mit ein paar Tropfen Sekundenkleber in der Halterung stehend fixiert. Er lässt sich also zumindest am Prototypen nicht mehr umklappen, was er aber aufgrund des geöffneten Bügels an der THEODOR HEUSS auch eigentlich gar nicht mehr muss! Es ist aber auf Wunsch ein Klappbetrieb möglich: zur Fixierung dient dann einfach ein kleiner,
farblich passender Gummiring, welcher je nach Mastposition zur Fixierung übergeworfen wird.

Am Heck habe ich den „Zahnstocher“ entfernt und stattdessen einen abnehmbaren, in Ocker
lackierten Flaggenstock mit Öse und Belegklampe befestigt. Die Papierflagge flog auch hier in den gleichnamigen Korb und wurde durch eine kleine DGzRS-Flagge von robbe ersetzt.

Zu (vorerst) guter Letzt wurde noch etwas Tauwerk in der Kiste der Plicht fixiert und ein
Rettungskragen verklebt. Dieser ist auf Detailansichten des Originals dort auch vorhanden,
allerdings passt kein Rettungskragen im korrekten Maßstab in die Plicht, ohne um über einen halben Zentimeter überzustehen! Ergo habe ich einen Kragen in 1:25 verwendet.
Umbau auf 12 Volt-Betrieb mit Pb-Akku und wassergekühlten 600er Turbomotoren

Nach einigen Testfahrten habe ich mich entschlossen, den Prototypen von 7,2 V auf 12 V-Betrieb umzurüsten!
Nicht zuletzt auch, weil ich bereits Kundenanfragen für eine 12 Volt-Variante habe.

So habe ich einen der zwei NiMh-Packs entfernt und den Verbliebenen weiter bugwärts verlegt.
Dieser bleibt weiterhin an Bord für die Versorgung aller 6 - 7,2 V Sonderfunktionen wie z.B. Der Beleuchtung erhalten.
Somit ist die komplette Antriebsversorgung jetzt zumindest in Bezug auf die Seitenmaschinen von
den Sonderfunktionen getrennt!
Als Stromquelle für den Antrieb dient jetzt ein starker 12 V / 7 Ah Bleiakku mit knapp 2,5 Kg Gewicht, welcher im Rumpf aber gut Platz findet.

Die Verkabelung wurde dementsprechend abgeändert:
Über den Pb-Akku wird jetzt bei meinem Prototypen der Regler für die Seitenmaschinen versorgt! Diese habe ich durch Graupner SPEED-Motoren vom Typ 600 BB Turbo 12V ersetzt und gleich eine Wasserkühlung mit eingebaut.
Der NiMh-Akku mit seinen 7,2 V versorgt weiterhin die verbliebene Mittelmaschine ohne Kühlung.

Den Mischerbetrieb habe ich wieder aufgegeben. Funktioniert auf eine grausame Art gar nicht! Hätte ich eigentlich wissen müssen.... Netter Versuch!
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Nachrüstung eines Tochterbootaufzuges


Da die THEODOR HEUSS als Fertigmodell leider keinen funktionsfähigen Tochterbootaufzug besitzt, haben wir in einem späteren Schritt eben auch noch einen Solchen eingebaut.

Auf Basis einer herunter- und wieder herauffahrbaren Fangschlinge nach dem Vorbild der "alten" robbe BERLIN läst sich dieser mit einigen notwendigen Umbauarbeiten auch in der THEODOR HEUSS realisieren.
Allerdings haben wir hierzu keinen Getriebemotor, sondern eine programmierbare Segelwinde verwendet!
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Die Gestängekröpfung am Ruder habe ich übrigens auch hier wieder entfernt und die Anlenkung mittels Gestängeanschluß aus Metall am Servo befestigt.

Die TEDJE wird beleuchtet

Nach Abschluss dieser Arbeiten habe ich mir den Mast der TEDJE vorgenommen, da ich das Tochterboot unbedingt ebenfalls mit Positionsbeleuchtung versehen wollte. Allerdings habe auf
keinem einzigen Foto aus der Zeit des ersten „echten“ Rettungskreuzers Steuer- & Backbordlaternen entdecken können und einfach Lampenbords auf das Deck kleben wollte ich nun wirklich nicht. Also konnte es sich eigentlich nur um eine am Mast befestigte, geteilte Positionslaterne im Stil einer „Kombilaterne“, wie sie oft auf Yachten zu finden ist, handeln. Da ich zwar inzwischen über
genügend Fotomaterial aus Büchern zur HEUSS-Klasse, aber leider noch nicht über den Originalplan verfüge, hoffe ich einfach mal, dass ich nicht allzu weit daneben liege….
Der Mast war für das Vorhaben ungeeignet. Dieser wurde daher aus Messingrohren und einem Rest des alten Mastes neu kreiert und mit abgeschrägten Bohrungen für die Zuleitungen der Beleuchtung versehen. Abgeschrägt, weil ich Zweifel hatte, dass ich die benötigten acht Adern durch das nicht gerade „dicke“ Messingrohr des neuen Mastes bekommen würde.
Als Leuchtenkörper dienen Standardmastlaternen von Graupner, da diese recht klein sind.
Das Tochterboot TEDJE:

Hier wurde genau wie beim Mutterschiff der komplette RC-Einbau vorgenommen. Ein kleiner Empfänger  sitzt auf einem vorher montierten Graupner  Pico-Servo und die Empfängerantenne habe ich auch hier ungekürzt möglichst oberhalb der Wasserlinie im Rumpf verlegt und stellenweise mit Gewebeband (Panzertape) befestigt. An den Motor habe ich ein BEC-Kabel verlötet.
Als Regler wurde mangels Verfügbarkeit ein Graupner SX6R Purple eingesetzt, welcher im Originalzustand zwar preisgünstig, aber aufgrund seiner massiven Anschlusskabel sehr schwer ist. Also wurden alle Leitungen entfernt und stattdessen zwei passende BEC-Kabel für den Akku sowie den Motor SPEED 280 angelötet.
Auch der empfohlene LiPo-Akku war leider nicht verfügbar, also habe ich einen stärkeren 650MAh LiPo-Akku in die Plicht gelegt. Dieser braucht nicht einmal mit Klettband befestigt werden, da er sich aufgrund seiner etwas größeren Dimensionierung genau zwischen Plicht und Stevenrohr leicht klemmen lässt und daher auch einfach entnommen werden kann. Gleichzeitig kann man die TEDJE
so auch durch vorsichtiges Verschieben des LiPo`s trimmen.
Und weiter geht es….

Aus 2 mm-Profil haben wir eine Leiter angefertigt sowie aus passendem Rohr und Messingdraht
eine Fangschlinge hergestellt, lackiert und mittels Takelösen an der Reeling abnehmbar eingehängt.
Aus kurz zugeschnittenen und gebohrten sowie mit Klarlack behandelten Kiefernbrettchen wurde
unter Zuhilfenahme von dickerem Takelgarn eine Jakobsleiter geknotet und an Backbord befestigt.
Die Jakobsleiter ist etwas länger dimensioniert und kann auch außenbords ausgehängt werden.
Aus Alu-Rohr habe ich sechs Reelingsschließen angefertigt. Diese habe ich auf die offenen Reelingsenden gesetzt und anschließend lackiert, was am Bug nicht so einfach war, da sich hier die Reeling ohne einen Komplettausbau incl. weiterer Aufbauten nicht ganz ausrichten ließ.
Und noch ganz wichtig: Den Trossenabweiserbügel über der Tochterbootwanne habe ich geöffnet,
so wie es später auch bei Seenotkreuzern dieses Typs vorgenommen wurde. Das Tochterboot kann hierdurch auch bei geschlossener Heckklappe zur Wartungszwecken o.ä. aus der Wanne
genommen werden und der Mast der TEDJE kann hochgeklappt stehen bleiben.
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Die vorhandene Papier-Beflaggung wurde entfernt, der Peilrahmen und das Radargerät erst einmal demontiert.
Das Gehäuse des Radargerätes aus Resin habe ich dann mit einer Aufnahmebohrung für einen Mikromotor mit Planetengetriebe versehen, den Motor eingesetzt und einen provisorischen Funktionstest erfolgreich vorgenommen.
Mit einem Poti kann der Motor direkt an 7,2V Bordspannung betrieben werden und die Umdrehungszahl angepasst werden. Die zusätzliche 1,5 bis 5 Volt Spannungsversorgung entfällt also.

Die Topplaterne wurde durch eine Messingvariante mit 6V Lämpchen ersetzt. Danach wurde das Radargerät neu verklebt und alle Kabel durch den gefrästen Kanal durch den Schornstein in das Deckshaus verlegt. Die Attrappen der Rundumlaternen auf dem Mast wurden entfernt und durch
neue Rundumlaternen ersetzt.
Die nicht funktionsfähige Hecklaterne sowie der Arbeitsscheinwerfer Achtern am Schornstein wurde ebenfalls entfernt, das Podest der Hecklaterne erneuert und mit einer aus Messing bestehenden Hecklaterne ersetzt, eine neuer Decksstrahler montiert, beide mit Lämpchen versehen und die Leitungen ebenfalls ins Deckshaus geführt.
Zur Decksbeleuchtung:

Die zwei vorhandenen Attrappen am Namensschild habe ich vorsichtig demontiert und dann das angeklebte „Lampenglas“ ebenso wie den Befestigungsdraht entfernt. Die Lampenfassung habe ich dann vorsichtig aufgebohrt, um Platz für ein Miniaturlämpchen zu schaffen. Außerdem habe ich
eine  kleine Bohrung für die Zuleitung vorgenommen. Danach wurde das Lämpchen eingesetzt und über die durchgefädelte Zuleitung ein passendes Stück Messingrohr gezogen, welches jetzt auch
zur Befestigung der Decksleuchte dient. Die Zuleitungen wurden dann durch den oberen Fahrstand
in das Deckshaus verlegt und lackiert.
Aus Lötösen habe ich dann noch 2 weitere Decksleuchten für das vordere Deckshaus/Backdeck sowie am Schornstein steuerbordseits angefertigt und mit Lämpchen versehen angebracht und in Weiß sowie in Weißgrün lackiert.
Den großen Suchscheinwerfer auf der Back habe ich entfernt und einen großen 20 mm-Scheinwerfer von robbe mit starkem Lämpchen montiert sowie eine separate Kabeldurchführung in den Rumpf mittels Alu-Rohr geschaffen, da sich der Sockel aus Resin beim Durchbohren zu verziehen drohte.
Die zwei Suchscheinwerfer auf den Nocken habe ich dann ebenfalls durch neue Exemplare mit 15
mm Durchmesser ersetzt und die Zuleitungen durch den Fahrstand nach unten verlegt.

Die Attrappen der grünen und roten Steuerbord- bzw. Backbordpositionslaternen ließen sich nur mit Anbohren und etwas sanfter Gewalt aus den Borden entfernen; danach wurde vorsichtig von unten durch das Deckshaus in das jeweilige Leuchtenbord hineingebohrt, jeweils eine grüne und eine rote Miniaturlaterne im Metallgehäuse durchgezogen und montiert, alles vorsichtig verspachtelt und anschließend neu lackiert.
Der Kabelkanal am Mast wurde wieder verschlossen und vorsichtig verschliffen.
Die nun kompletten Zuleitungen für alle am Aufbau vorhandenen Lämpchen wurden nun im
Deckshaus verlegt und gruppenweise zusammengefasst. Zu diesem Zweck habe ich in den Stützträgern des Aufbaus weitere Durchbohrungen vorgenommen, durch welche die Kabel gezogen und verlegt werden konnten. Die nach den Lötarbeiten gruppierten Kabel für Beleuchtung und Radar habe ich absichtlich sehr lang gelassen und in einen Spiralschlauch gehüllt an eine 10polige Steckverbindung gelötet, welche am Deckshausauschnitt im Rumpf ihr Gegenstück hat. So kann das Deckshaus für Wartungszwecke und Funktionstests komplett abgehoben und neben das Modell gestellt werden, ohne das gleich die Steckverbindung gelöst werden muss!
Nun folgten einige weitere Lackierarbeiten: Der Mast wurde neu in Gelborange RAL 2000 lackiert
und alle Lackschäden, welche durch die Umbauarbeiten entstanden waren, behoben.
Die Suchscheinwerfer auf dem Fahrstand und auf dem Backdeck habe ich in passendem Grau lackiert, die Laternen in Schwarz.
Das DGzRS-Logo am Aufbau wurde mit einem zweiten, selbst erstellten wasserfesten Logo passgenau überklebt, wobei durch die sich summierenden Materialstärken auch der gewünschte
Effekt einer Plakette entstand. (Eigentlich wollte ich nur das Logo korrigieren, da dieses reichlich Schräglage hatte und sich nicht ohne Schaden entfernen ließ…)

Die Flaggen am Mast habe ich aus Stoff (robbe) neu befestigt.
Das Gestell unterhalb der Schleppvorrichtung wurde von Orange auf Grau umlackiert.

Anhand eines zum Glück vorhandenen Planes zur ADOLPH BERMPOHL in 1:20 habe ich die Halteplatten für das Sprungnetz am Aufbau nach Plan angefertigt und verklebt. Jetzt konnte ein geknotetes Sprungnetz mit Takelösen befestigt werden! Man beachte auch die Befestigungstaue!
Die Sicherungen haben wir mit kleinen Schrumpfschlauchstücken imitiert. Mit den Takelösen am Aufbau kann das Sprungnetz jederzeit leicht ausgehängt werden, um den Aufbau abzunehmen.
Aus dem gleichen Material wurde dann noch ein Kletternetz angefertigt und mit Tauwerk versehen
an Steuerbord ausgehängt.
Gleichzeitig wurde etwas Tauwerk aufgeschlossen und an diversen Stellen auf dem Deck befestigt.
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Technische Daten

Mutterschiff:

Länge ca. 1160 mm
Breite ca. 265 mm
Gesamthöhe ca. 560 mm
Verdrängung ca. 7 kg

Tochterboot:
Länge ca. mm
Breite ca.  mm
Verdrängung ca. g

Maßstab ca. 1:20